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Zertifizierungen

Die Relibell Zertifizierungsgesellschaft mbH ist eine, durch die DAkkS gemäß DIN EN ISO/IEC 17065, akkreditierte Zertifizierungsstelle. Wir erstellen unter anderem Anlagenzertifikate, welche die Erfüllung der elektrischen Eigenschaften Ihrer geplanten Erzeugungsanlage, hinsichtlich der in Deutschland gültigen Gesetze, Normen und Richtlinien, sowie den Anforderungen der Netzbetreiber bestätigen.
DAkkS - Relibell

Elektroplanungen

Eine Elektroplanung wird nach VDE-AR-N 4110/4120 dann notwendig, wenn die in der EZA verbauten EZE noch nicht über ein Einheitenzertifikat verfügen. Also wenn der Einheitenzertifizierungsprozess noch nicht abgeschlossen ist und die EZE noch den Prototypenstatus haben.

Umfang der Prüfung:

  • Dokumentation der Erzeugungsanlage
  • Dimensionierung der Betriebsmittel
  • Leistungsflussberechnungen
  • Wirkleistungsregelung
  • Statische Spannungshaltung
  • Schutzkonzept
  • Parametrierung der Erzeugungseinheiten
  • Dokumentation der Komponentenzertifikate
  • Abschätzung der Netzrückwirkungen

Anlagenzertifizierung (Typ A, Typ B, Typ C)

Bei Anlagenzertifikaten handelt es sich um Planungszertifikate, welche vor der Inbetriebnahme der Anlage entstehen. Das Zertifikat bildet die Basis für den Anschluss an das Netz des Energieversorgers und die Einspeisevergütung. Zudem gibt es Ihnen und Ihrem Netzbetreiber Sicherheit darüber, dass die Anlage entsprechend der gesetzlichen Vorgaben korrekt geplant und errichtet wurde. In Abhängigkeit der Größe Ihrer Anlage, stellen wir unterschiedliche Anlagenzertifikate aus:

Anlagenzertifikat Typ A für Erzeugungsanlagen mit einer Leistung ≥ 950 kW

Umfang der Prüfung:

  • Nachweis der Einspeise-Wirkleistung in Abhängigkeit vom Primärenergieangebot
  • Nachweis der Netzrückwirkungen
    • Schnelle Spannungsänderungen - EZA
    • Schnelle Spannungsänderungen - EZE
    • Langzeitflicker im Dauerbetrieb
    • Oberschwingungen (OS) und Zwischenharmonische (ZH) am NAP
    • Kommutierungseinbrüche
    • Beeinflussung von Rundsteuersignalen
  • Nachweis des Verhaltens der EZA am Netz
    • Dynamische Netzstützung
    • Beitrag der EZA zum Kurzschlussstrom
    • Überprüfung der Dimensionierung der Betriebsmittel
    • Eigenschaften zur Wirkleistungsabgabe
    • Blindleistungsfahrweise im Normalbetrieb des Netzes
  • Nachweis der Zuschaltbedingungen
    • Zuschalt- / Wiederzuschaltgrenzwerte
    • Wiederzuschaltverhalten nach Spannungslosigkeit
  • Bewertung des Schutzkonzeptes für den Kurzschluss- und Entkupplungsschutz
    • Konzeptüberprüfung
    • Vergleich der Ergebnisse mit den Netzbetreibervorgaben

Anlagenzertifikat Typ B für Erzeugungsanlagen mit einer Leistung ≥ 135 kW
(geringerer Prüfungsumfang als bei Typ A)

Umfang der Prüfung:

  • Nachweis der Einspeise-Wirkleistung in Abhängigkeit vom Primärenergieangebot
  • Nachweis der Netzrückwirkungen
    • Bewertung der Unsymmetrien
    • Nachweis des Verhaltens der EZA am Netz
    • Eigenschaften zur Wirkleistungsabgabe
    • Blindleistungsfahrweise im Normalbetrieb des Netzes
  • Nachweis der Zuschaltbedingungen
    • Zuschalt-/ Wiederzuschaltgrenzwerte
    • Wiederzuschaltverhalten nach Spannungslosigkeit
  • Bewertung des Schutzkonzeptes für den Kurzschluss- und Entkupplungsschutz
    • Konzeptüberprüfung
    • Vergleich der Ergebnisse mit den Netzbetreibervorgaben

Anlagenzertifikat Typ C

Einzelnachweisverfahren/ alternatives Zertifizierungsverfahren

für Erzeugungsanlagen ohne Einheitenzertifikat/ für Einheiten, die in geringer Stückzahl produziert werden (größter Prüfungsumfang)

Inbetriebsetzungserklärung (IBE)

Sobald die Inbetriebsetzung inklusive aller dafür notwendigen Prüfungen der Erzeugungsanlage oder des Speichersystems erfolgt ist, muss auf Basis der entsprechenden Dokumentation und Prüfprotokolle die Inbetriebsetzungserklärung erstellt werden, welche Grundlage für die Konformitätserklärung ist. Die Erklärung bestätigt, dass die Anlage oder der Speicher die Anforderungen der VDE-AR-N 4110/4120 und des Netzbetreibers erfüllt.

Unter anderem sind gemäß VDE-Anwendungsregel folgende Aspekte zu prüfen:

  • Vollständiges Übersichtsschaltbild der Erzeugungsanlage inklusive Kurzschlussschutz- und Entkupplungsschutzeinrichtungen und zugehörige Schaltgeräte.
  • Tatsächlich verbaute Erzeugungseinheiten inkl. der im Einheitenzertifikat aufgeführten Hauptkomponenten
  • Tatsächlich verbaute Betriebsmittel der EZA
  • Einstellung der errichteten Einheiten und Komponenten auf Basis der Angaben des Anlagenzertifikates und den Vorgaben des Netzbetreiberfragebogens sowie Überprüfung der Stufenstellung der Maschinentransformatoren.
  • Überschreitung von Oberschwingungen/ Zwischenharmonischen
  • Funktionsprüfprotokolle und Messprotokolle zur Wirkleistungssteuerung und Blindleistungsregelung
  • Schutzprüfprotokolle der Schutzeinrichtungen am Netzanschlusspunkt und an den Erzeugungseinheiten
  • Errichterbescheinigung des Anlagenerrichters, die bestätigt, dass die EZA nach den Vorgaben des Netzbetreibers errichtet und parametriert wurde.

EZA-Konformitätserklärungen (KE)

Die Konformitätserklärung wird innerhalb von 6 Monaten nach der Inbetriebnahme der EZA oder des Speichersystems erstellt und schließt den Nachweiseprozess ab. Hierbei handelt es sich um eine Zusammenstellung und einen Vergleich (Abgleich) der Daten aus dem Anlagenzertifikat, der Inbetriebsetzungserklärung und weiteren Unterlagen (Schutzprüfprotokolle, Nachweis zum Regler usw.). Die Konformitätserklärung bestätigt die korrekte Umsetzung der Anforderungen aus dem Anlagenzertifikat und gewährleistet einen dauerhaften und sicheren Betrieb der EZA am Netz.

Gemäß aktuellen gesetzlichen Anforderungen werden folgende Aspekte geprüft:

  • Errichtung der EZA entsprechend des Anlagenzertifikates und der Vorgaben des Netzbetreiber
  • Darstellung und Bewertung von Abweichungen vom Anlagenzertifikat
  • Übereinstimmung der in der Inbetriebsetzungserklärung ausgewiesenen Einstellungen der errichteten EZA mit dem Anlagenzertifikat, Einheitenzertifikat(en) und Komponentenzertifikat(en)
  • Konzept zur statistischen Blindleistungsbereitstellung, Konzept zur Wirkleistungssteuerung, Umsetzung der dynamischen Netzstützung und Schutzkonzept wurden unter Berücksichtigung der Anforderungen des Netzbetreibers umgesetzt
  • Prüfung Schutzprüfprotokolle

Wir bieten Zertifizierungen für folgende Bereiche an:

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